Die Akademie

Ute Haselmaier und Simone Vöhse
Ute Haselmaier und Simone Vöhse

panta rhei – alles fließt

„Gleich mit jedem Regengusse
Ändert sich dein holdes Tal
Ach, und in dem selben Flusse
Schwimmst du nicht zum zweiten mal”

Goethe, aus „Dauer im Wechsel“

 

Die Farben fließen lassen, dem kreativen FLOW folgen. Wer kennt nicht das köstliche, erhebende Gefühl „im Fluss“ zu sein? Ganz zu versinken, für glückliche Stunden „abzutauchen“, die Zeit zu vergessen, sich in Unbekanntes vorzuwagen und Neues zu erschaffen: Schöpferisch zu sein.

Gerade in herausfordernden Zeiten ist es ein hohes Gut im Fluss zu bleiben. Die Kunst hilft uns dabei: Wenn wir zu Pinsel und Farben greifen, unser Bildhauerwerkzeug oder Stift und Papier zur Hand nehmen, wenn wir einer Idee, einer Inspiration Raum geben, dann steigen wir in den Fluss, wir lieben es darin zu baden, es hält uns beweglich und emotional geschmeidig.

„Panta rhei“ – alles fließt. Diese auf den griechischen Philosophen Heraklit zurückgehende Formel erinnert uns daran, dass nichts bleibt wie es ist. Oder wie Goethe in seinem Gedicht „Dauer im Wechsel“ schreibt: „Ach, und in dem selben Flusse schwimmst du nicht zum zweiten Mal“ - was ein Trost sein kann angesichts großer Herausforderungen. Denn: Alles ist (in) Bewegung, im stetigen Werden und Wandeln. 

Was uns GESTERN noch Sorge bereitet hat, kann MORGEN schon neuer Erkenntnis weichen. JETZT ist der Augenblick, in dem jede Chance liegt Neues zu erfahren, kreativ zu werden, Ausdruck zu finden. Einen Anfang zu wagen, eine Skizze zu beginnen. Blatt für Blatt, Bild für Bild, Seite um Seite, Schlag auf Schlag. Beim Zeichnen, Malen, Schreiben, Skulpturen bauen.

Was ist es, das uns antreibt, das uns wach hält für die Kunst und das eigene Kunstschaffen? Schwer zu benennen. Tun, was wir tun wollen?! In den Fluss steigen - Inspiration zulassen. Panta rhei - alles fließt. Genießen wir den Flow: glückliche Gegenwart, Schöpfer*innenkraft, freies Spiel! Genießen wir zeitloses Glück im Augenblick.

Wir freuen uns auf Euch! Eure Simone Vöhse und Ute Haselmaier